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Tarifverhandlungen Druckindustrie: Verhandlungsauftakt in Berlin

Am 17. September 2018 beginnen ab 13:00 Uhr in Berlin die Tarifverhandlungen für die Beschäftigten der Druckindustrie zwischen den Mitgliedern Ihrer Tarifverhandlungskommission und der Gewerkschaft ver.di. Die Gewerkschaft fordert 5 % mehr Lohn und Gehalt.

Die Gewerkschaft ver.di hat das Lohnabkommen für die gewerblichen Arbeitnehmer sowie die regionalen Angestellten-Gehaltstarifverträge aus dem Jahre 2016 mit Wirkung zum 31. August 2018 gekündigt. Die Friedenspflicht gilt noch bis 30. September 2018, so dass frühestens ab dem 1. Oktober 2018 mit ersten Streikaktivitäten anlässlich der Lohnrunde gerechnet werden kann.

Die Forderung der Gewerkschaft ver.di nach 5 % mehr Lohn und Gehalt bei einer Laufzeit von 12 Monaten wurde angesichts der anhaltend schwierigen Ertragslage der Branche bereits als völlig unrealistisch zurückgewiesen.

Ziel der Verhandlungen ist ein nachhaltiger Tarifabschluss, der am Ende von allen Firmen in der Fläche tragbar ist und den Beschäftigten gleichzeitig weiterhin attraktive Arbeitsbedingungen sichert.

Zum Download steht für unsere Mitglieder ein „Faktencheck“ mit Hintergrundinformationen für die direkten Gespräche mit Betriebsrat und Mitarbeitern zur Verfügung.

Der bvdm hat Plakate vorbereitet, die interessierte Betriebe nach eigenem Ermessen für die Information der Mitarbeiter nutzen können. Darin wird darauf hingewiesen, dass es trotz der schwierigen wirtschaftlichen Lage auch in unserer Branche aus den letzten beiden Tarifrunden einen Reallohnzuwachs gegeben hat. Ferner wird der geringe finanzielle Spielraum der Betriebe an Hand der langfristigen Steigerung der wichtigsten Produktionskosten bei gleichzeitig gesunkenen Preisen für Druckereileistungen illustriert. Die im laufenden Jahr angezogenen Papierpreise, die aktuell ebenfalls nicht durch Anhebung der Verkaufspreise kompensierbar sind, werden in einem gesonderten Plakat thematisiert. Diese erheblichen Papierpreissteigerungen dürften auch den Mitarbeitern in den Betrieben nicht verborgen geblieben sein, so dass diese Argumentation auf ein gewisses Verständnis stoßen sollte.

Zum Download für Mitglieder:

Faktencheck (Stand September 2018)

Tarifplakat (die Kosten steigen)

Tarifplakat (Draufgelegt)

Tarifplakat (Preisalarm)