Ausbildungsprämien im Rahmen des…

Ausbildungsprämien im Rahmen des Konjunkturpakets

Der Koalitionsausschuss hat am 3. Juni 2020 ein Konjunkturpaket über rund 130 Milliarden Euro beschlossen. Darin wurden auch die ersten Maßnahmen aus der gemeinsamen Erklärung der Allianz für Aus- und Weiterbildung umgesetzt.

Die Allianz für Aus- und Weiterbildung hat Ende Mai in einer gemeinsamen Erklärung Maßnahmen vereinbart, um die duale Ausbildung in der Corona-Krise sicherzustellen. Durch Ausbildungsprämien sollen Unternehmen motiviert werden, trotz der finanziellen Unsicherheiten weiterhin auszubilden.

Im Rahmen des Konjunktur- und Krisenbewältigungspaketes wurden folgende Prämien für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) beschlossen:

  • 2.000 Euro pro neu abgeschlossenem Ausbildungsvertrag, wenn die Anzahl der Ausbildungsplätze sich gegenüber den letzten drei Jahren nicht verringert
  • 3.000 Euro pro zusätzlichen Ausbildungsvertrag, wenn die Anzahl der Ausbildungsplätze erhöht wird
  • Förderung bei Vermeidung von Kurzarbeit während der Ausbildung: Die Förderung erfolgt in Höhe von 75 Prozent der Brutto-Ausbildungsvergütung für jeden Monat, in dem im Betrieb ein Arbeitsausfall von mindestens 50 Prozent zu verzeichnen ist.
  • Förderung von Auftrags- und Verbundausbildung
  • 3.000 Euro Übernahmeprämie für Auszubildende aus insolventen Unternehmen

Die Auszahlung der einmaligen Prämien erfolgt nach Beendigung der Probezeit.

Im Falle einer pandemiebedingten Verschärfung der wirtschaftlichen Lage sollen bedarfsgerechte Formate der Verbund- oder Auftragsausbil-dung zeitlich befristet gefördert werden. Die Auszubildenden sollen in den Ausbildungsbetrieb zurückkehren, sobald dies möglich ist. Mit diesen Maßnahmen soll sichergestellt werden, dass Auszubildende ihre Ausbildung fortführen können und für kommende Ausbildungsjahre genügend Ausbildungsplätze zur Verfügung gestellt werden.

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