Studie zur Produktsicherheit von…

Studie zur Produktsicherheit von UV-Druckerzeugnissen auch in englischer Sprache

Die im Juni 2020 veröffentlichte bvdm-Studie „Produktsicherheit von UV-Druckerzeugnissen“ ist jetzt auch in englischer Sprache erhältlich. Analysiert wurde der Einfluss des Aushärtungszustands von UV-Druckfarben auf die Verbrauchergesundheit.

Die gemeinsam mit dem Verband der deutschen Lack- und Druckfarbenindustrie (VdL) durchgeführte Studie erbrachte den Beweis, dass im UV-Druck gefertigte Produkte wie Zeitschriften oder Akzidenzen auch bei unvollständiger Aushärtung kein Gesundheitsrisiko für den Leser darstellen. Obwohl Druckereien keine Möglichkeit haben, den Härtungsgrad gedruckter Farbschichten exakt zu bestimmen, besteht somit kein Anlass zur Sorge.

Die englische Sprachfassung lässt sich u. a. in der Kommunikation mit internationalen Kunden einsetzen. Selbstverständlich ist auch die deutsche Ausgabe weiterhin erhältlich.

Product safety of UV printed goods
Impact of ink curing on consumer health

PDF-Datei, 30 Seiten DIN A4
Art.-Nr. 85513

Produktsicherheit von UV-Druckerzeugnissen
Auswirkung der Druckfarbenhärtung auf die Verbrauchergesundheit

PDF-Datei, 30 Seiten DIN A4
Art.-Nr. 85511

Die Publikation ist für Mitgliedsbetriebe gratis. Sie erhalten die Studie bei Silva Klos.
Der Preis für Nichtmitglieder beträgt 99 Euro zzgl. MwSt. und Versand (zu bestellen über den bvdm-Shop).

Inhalte der Studie:
Mit Niedrigenergie- und LED-UV-Strahlern wurde der UV-Bogenoffsetdruck auch für die Produktion von Akzidenzen und Zeitschriften attraktiv. Kritiker des Verfahrens äußerten jedoch die Befürchtung, unvollständig durchgehärtete UV-Druckfarbenschichten könnten die Verbrauchergesundheit beeinträchtigen. Eine Studie hat ergeben, dass die Bedenken unbegründet sind. 

Untersucht wurde ein Szenario, bei dem ein Leser in einem Druckprodukt blättert, wobei er sich die Finger mit Speichel anfeuchtet. Die für die Studie verwendeten Druckproben wiesen eine sehr hohe Farbdeckung auf. Da der absolute Härtungsgrad einer UV-Druckfarbenschicht mit den technischen Möglichkeiten einer Druckerei nicht festzustellen ist, wurden die Proben lediglich so stark gehärtet, dass eine problemlose Weiterverarbeitung möglich gewesen wäre. Sie repräsentierten somit den denkbar niedrigsten Aushärtungsgrad eines verkaufsfähigen Druckproduktes. Variiert wurden außerdem Strahlertyp, Druckfarbe und Papier. 

Die Druckproben wurden chemisch auf migrierfähige Fotoinitiatoren und Acrylate hin analysiert und die gefundenen Mengen toxikologisch bewertet. Die meisten der in den Druckfarben ursprünglich vorhandenen Stoffe waren nicht nachzuweisen. Die Konzentrationen der wenigen nachgewiesenen Stoffe lagen deutlich unterhalb der Grenzwerte. Demnach ist selbst unter ungünstigen Härtungsbedingungen keine Verbrauchergefährdung durch Druckprodukte zu erwarten, die im UV-Bogenoffsetdruck erzeugt wurden. 

Das Projekt wurde vom bvdm gemeinsam mit dem Verband der deutschen Lack- und Druckfarbenindustrie (VdL) organisiert. Mit der Analyse und Bewertung der Drucke wurden zwei renommierte Institute für die Analyse von Lebensmittel- und Verbraucherprodukten (SQTS, CH-Dietikon) sowie zur Gefahrstoffbewertung (FoBiG, Freiburg) beauftragt. Die bvdm-Veröffentlichung mit den wichtigsten Informationen zu Durchführung und Ergebnissen der Studie ist digital erhältlich.